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Kindergeld für schwerbehinderte volljährige Kinder

27. Oktober 2007 in Behinderung



Erwachsene Kinder, die eine Schwerstbehinderung haben, bereits das vollendete 18. Lebensjahr erreicht haben erhalten unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin Kindergeld, d.h. über das 27. Lebensjahr hinaus.

Wichtig ist, daß diese Behinderung und Beeinträchtigung bereits vor dem 27. Lebensjahr eingetreten ist. Für 1982/1983-Geborene Kinder gilt noch die alte Regel bis zum 27. Lebensjahr, ab 1984 geborene Kinder erhalten bis 25 Jahre Kindergeld bzw. auf Nachweis darüber hinaus.

Können Sie dies anhand von ärztlichen Attesten oder sonstigen Nachweisen belegen, daß die Krankheit vor diesem Zeitraum eingetreten ist, dann steht Ihrem Kindergeldanspruch nichts mehr im Wege. Somit erhalten Sie auf Dauer und unbegrenzt Kindergeld für Ihr Kind, egal welches Alter dies mittlerweile erreicht hat.

Gegebenenfalls müssen Sie noch der Familienkasse nachweisen, daß Ihr Kind keine eigenen Einkünfte hat, bzw. keiner Tätigkeit nachgeht und tatsächlich unter dem Jahres-Nettoeinkommen liegt.

Haben Sie nun all diese Hürden genommen, steht Ihrem Kindergeld nichts mehr im Wege.

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13 responses to Kindergeld für schwerbehinderte volljährige Kinder

  1. Ich habe eine Frage. Wo gibt es Formulare?

    Vielen Dank im Voraus.

    Jasmin

  2. Hallo Jasmin, die Formulare finden Sie auf http://www.kindergeldhilfe.de/seite/service/formulare.php

  3. Meine Schwester hat eine Schwerbehinderung mit einem GdB von 100. Merkmale: B, G, H und RF. Sie hat eine durch Fördermaßnahmen finanzierte Ausbildung zur Beiköchin gemacht und war danach 18 Monate arbeitslos. Seit September 2007 hat sie einen ebenfalls geförderten Arbeitsplatz als Beiköchin in Teilzeit (32 Stunden wöchentlich). Jetzt ist sie seit Anfang Februar arbeitsunfähig wg. eines Bandscheibenvorfalls. Wegen zu geringen Einkommens haben meine Eltern jetzt nachträglich einen Kindergeldantrag gestellt und auch Kindergeld für den restlichen Ausbildungszeitraum 2005 – Juni 2006 erhalten. Ab da würde ihnen nach Auskunft der Familienkasse kein Kindergeld zustehen, weil meine Schwester berufstätig sei und somit selbst ihren Lebensunterhalt bestreiten könne. Erstens war sie seit Juni 2006 arbeitslos und nicht berufstätig und zweitens liegt ihr Einkommen – auch wenn sie mehr als 3 Stunden täglich arbeitet – unter der Grenze. Steht meinen Eltern tatsächlich in dieser Situation kein Kindergeld zu? Wir müssen bald Einspruch gegen die Entscheidung der Familienkasse einlegen, deshalb wäre ich Ihnen für eine schnelle Antwort sehr dankbar.

  4. Hallo,

    legen Sie unbedingt sofort Widerspruch gegen diesen Bescheid ein.

    Leider ist mir das Alter Ihrer Schwester nicht bekannt. Auch nicht, in welchem Alter die Behinderung festgestellt wurde.

    Gehe ich davon aus, dass die Schwerstbehinderung vor dem 27. Lebensjahr erkannt wurde, dann steht Ihren Eltern als Kindergeldberechtigte Kindergeld zu. Begründung: Die 100% Schwerstbehinderung wurde vor dem 27. Lebensjahr erkannt und Ihre Schwester verfügt dauerhaft über zu geringes Einkommen. In diesem Fall steht Ihnen Kindergeld ohne zeitliche Einschränkung zu.

    Das Einkommen lag in der Vergangenheit unter der Jahres-Nettoeinkommensgrenze von € 7.680. Somit muss die Familienkasse davon ausgehen, daß Ihre Schwester nicht Ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten kann und muss die Kindergeldzahlung leisten. Hier besteht gesetzlicher Anspruch auf Kindergeld. Lt. Ihren Angaben müßte eine Kindergeld-Nachzahlung ab Juni 2006 geleistet werden.

    Der Bandscheibenvorfall fällt hier nicht ins Gewicht! Wichtig ist, daß diese 100% Schwerstbehinderung vor dem 27. Lebensjahr festgestellt wurde. Nach Möglichkeit wurde der Schwerbehindertenausweis auch zu diesem Zeitpunkt erstellt.

    Weitere Infos finden Sie auch > hier

    Wäre nett, wenn Sie uns auf dem Laufenden halten würden.

    Viel Erfolg. :-)

  5. Hallo,
    danke für die schnelle Antwort! Meine Schwester wird im Juli d. J. 24 Jahre alt und die Behinderung wurde festgestellt, als sie 4 Jahre alt war. Die Familienkasse begründet (in einem kurzen Absatz) die Ablehnung des Kindergeldes damit, dass meine Schwester aufgrund ihres Arbeitsverhältnisses in der Lage ist, mehr als 15 Stunden wöchentlich zu arbeiten. Voraussetzung für die Zahlung von Kindergeld ist, dass der Behinderte aufgrund seiner Behinderung (!) nicht in der Lage ist sich selbst zu unterhalten und (!) unter der von Ihnen genannten Einkommensgrenze liegt. Aufgrund seiner Behinderung nicht in der Lage sich selbst zu unterhalten wäre man demnach, wenn man ein “H” im Schwerbehindertenausweis hat. Jeder scheint aber davon auszugehen, dass derjenige, der ein “H” in seinem Ausweis hat, gleichzeitig auch nicht in der Lage ist, mehr als 3 Stunden täglich zu arbeiten.

    Meine Schwester erfüllt die Vorausetzung “H” im Schwerbehinderteausweis und bekommt weniger als 7.680 EURO. Aber sie arbeitet mehr als 3 Stunden täglich!!!! Gibt es Kommentare, Urteile etc. die sich mit so einem “Sonderfall” befassen? Scheitert der Kindergeldanspruch tatsächlich an der Tatsache, dass meine Schwester mehr als 3 Stunden täglich berufstätig ist? Es scheint so, als wäre es finanziell gesehen besser, sie könnte nicht arbeiten gehen! Das kann doch nicht wahr sein!!!

    Wie können meine Eltern den Widerspruch begründen, damit wir auch Erfolg haben – zumal ja die Familienkasse selber über den Widerspruch entscheidet!? Ich danke Ihnen schon mal vorab!

    Viele Grüße
    ktoepper

  6. Hallo, unser Sohn, 27 Jahre, ist seit einigen Jahren schwerbehindert, hat seit 2003 Schwerbehindertenausweis und musste sein Studium abbrechen. Wegen Erwerbsunfähigkeit erhält er seit einem halben Jahr Grundsicherung. Dabei wurde das Kindergeld als Einkommen angerechnet. Nach unserem Protest und Vorlage von entsprechenden Urteilen wurde es wieder abgezogen, da wir sagten, das Kindergeld stünde uns als Eltern zu und könnte deshalb nicht als sein Einkommen angerechnet werden. Jedoch wurde er darauf hingewiesen, dass er das Kindergeld an sich abtreten lassen muss, und das Amt dann wieder das Kindergeld als seine Einnahme anrechnen würde. Er lebt zuhause. Kann das Amt ihn zwingen, das Kindergeld an sich abtreten zu lassen und es dann als Einkommen anrechnen? Vielen Dank., Gabi144

  7. Hallo,

    nur zum Verständniss,

    mein Bruder ist zu 100 % Behindert mit den Merkzeichen (G,aG,H,RF und B). Er hat die Pflegestufe III Plus. Er ist 29 Jahre alt und die behinderung trat lange vor dem 27. Lebensjahr auf.

    Er studierte im Jahr 2006, 2007 und bis Juli 2008.
    Er lebt im eigenem Haushalt und erhält bzw. erhielt 530 EUR Bafög und 220 EUR Pflegegeld.

    Verstehe ich das jetzt richtig, dass nur das Bafög im als Bezüge angerechnet werden und das erhaltene Pflegegeld stellt ein Mehrbedarf dar?

    Insofern würden ihm statt den 7680 EUR; dann 220 EUR (Mehrbedarf) x 12 = 2640 EUR + 7680 EUR als Lebensbedarf zustehen?

    Dann bestehen seine Einkünfte und Bezüge nur aus dem Bafög und das wären 530 EUr x 12 Mon. = 6360 EUR – 180 EUR Pauschale = 6180 EUR???

  8. Hallo,
    ich bin 1975 geboren und seit 2000 mit 90 % schwerbehindert. Seit Nov. 08 gehe ich in eine Werkstatt für Schwerbehinderte. Habe ich Anspruch auf Kindergeld? 2 Anträge sind bereits abgelehnt worden.

    mfg

  9. Hallo Oktopuss,

    um konkret auf Ihre Fragen antworten zu können, benötige ich vorab weitere Informationen. Welches Einkommen erzielen Sie monatlich bzw. jährlich in der Werkstatt für Schwerbehinderte?

    Und haben Sie Kosten für die Fahrkarte zur Werkstatt?

    Wie haben Sie Ihre bisherigen Kindergeldanträge begründet bzw. wann/ in welchen Jahren haben Sie diese gestellt?

    Gruß

    Michaela

  10. Hallo Michaela,
    über mein Gehalt in der Werkstatt kann ich noch nichts sagen. Das erste bekomme ich am 20.02.2011.
    Den ersten Kindergeldantrag hat mein Vater vor ca. 6 J. gestellt, ich habe den ersten im Dez. ´08 gestellt, und dann ca. im Frühjahr ´10 erneut. Jedesmal wurden sie abgelehnt. Ich bekomme Grundsicherung, 84.50 Pflegegeld und EU-Rente. Das wird so bleiben wenn ich das Gehalt der Werkstatt bekomme. Gut die Grundsicherung vermindert sich :-)

    mfg

    Oktopuss

  11. Ich habe noch vergessen zu erwähnen das ich mit der Wertmarke und meinem Schwerbehindertenausweis fahre.

  12. Hallo Oktopuss,

    Sie gehören lt. Kindergeldgestz noch zu den Alt-Kindergeldberechtigten. Sie hätten bis zum 27. Lebensjahr Kindergeld in Ausbildung/ Wehrdienst usw. erhalten können. Bis zu welchem Alter haben Sie Kindergeld bezogen? Evtl. bis zum 27. Lebensjahr?

    Das Mtl. Einkommen in der Werkstatt für Behinderte muss nicht ganz genau sein, hier genügen mir vorab ca.-Angaben!

    Wie hoch ist die monatliche EU-Rente?

    Vorab zur Info: Alle Einkünfte müssen vor der Kindergeldkasse klar und schlüssig erklärt werden. Daraufhin kann eine Netto-Einkommensberechnung zur Bearbeitung des Kindergeldantrages bei der Familienkasse vollzogen werden.

    Gruß

    Michaela

  13. Hallo Michaela,
    Ich bin bis Sommer 1994 zur Höheren Handelsschule gegangen. Habe mir dann aus … ein Jahr Auszeit genommen, das nirgends vermerkt ist. Ich weiß nicht ob mein Vater in diesem Jahr auch noch Kindergeld bekommen hat. Dann habe ich eine zweijährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel gemacht. Danach beginnt mein beruflicher Abstieg. Erst habe ich versucht Taxi zu fahren klappte nicht. Und dann wurde die Behinderung immer schlimmer. Ich habe noch eine Umschulung zum Steuerfachangestellten versucht, und ca. 2007 ne Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten. Klappt alles nicht wegen dem Prüfungsstreß. Dann bin ich Nov. ´09 in die WfbM. Dort werde ich nun max. 260,- € monatl verdienen. Meine EU-Rente beträgt 264,- €.
    Ich hoffe ich konnte dir ausreichende Infos geben.

    mfg

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